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ORSN | Open Root Server Network
ORSN

Willkommen auf der Projektseite des Open Root Server Network.

Das ORSN wurde im Januar 2002 gegründet und bis Mitte 2008 betrieben. In dieser Zeit waren die damaligen ICANN koordinierten DNS-Root-Server verstärkt auf dem amerikanischen Kontinent vertreten. Nur wenige Systeme waren auf der restlichen "Hälfte" unserer Erde installiert. Unser Netzwerk sollte dieses Ungleichgewicht reduzieren und die europäische Community etwas unabhängiger gestalten. In den vergangenen Jahren zwischen 2002 und 2008 wurde unser DNS-Netzwerk ständig erweitert. Wir betrieben in den Spitzenzeiten bis zu 13 Root-Server, verteilt auf viele europäische Länder, wie z.B. Frankreich, Portugal, Deutschland, Niederlande, Italien, Griechenland, Österreich, Schweiz, Luxemburg und ein System sogar in den USA, das durch den ISC-Gründer und BIND-Entwickler Paul Vixie betrieben wurde.

Wir begründeten die Existenzberechtigung von ORSN immer dadurch, dass ein geographisches Ungleichgewicht dieser wichtigen DNS-Server bestand. Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass nur eine einzige Nation (USA) die tatsächliche Verwaltungsmacht besitzt. Die ICANN-Root-Server unterstehen immer noch dem US-Handelsministerium. Eine solche wichtige Infrastruktur sollte eigentlich unter der Führung einer weltweiten Organisation stehen. Das hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert.

Im Jahr 2008 wurde ORSN mit langer Vorlaufzeit abgeschaltet. ICANN und seine Root-Server-Betreiber führten flächendeckend so genannte AnyCast-Instanzen auf der ganzen Welt ein. Bei diesem Verfahren werden die ursprünglichen 13 Root-Server dupliziert und mit Hilfe des BGP-Protokolls in das Internet propagiert. Das war einer der stärksten Gründe ORSN abzuschalten. Technisch gesehen hatten wir damals nichts dagegenzusetzen. Der zweite Grund ORSN zu etablieren, war immer noch die Einflussnahme auf den Datenbestand der Root-Server. Und auch zum heutigen Zeitpunkt sind alle Internetnutzer davon abhängig, was in diesen Servern eingetragen ist und in Zukunft eingetragen bleibt.

Und das ist genau der Grund, warum im Juni 2013 das ORSN-Projekt wieder "reaktiviert" wurde. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden und Berichten in den Medien ist erst jetzt das Ausmaß der totalen Überwachung von Geheimdiensten in den USA (NSA mit Prism) und dem britischen EU-Partner (GCHQ mit Tempora) überhaupt ersichtlich. Inwieweit der Bundesnachrichtendienst (BND) in Deutschland weitere Anstrengungen unternimmt bzw. für die vorherigen "Programme" den Weg bereitet hat, ist bis jetzt noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt bzw. ersichtlich. An dieser Stelle könnte man berechtigt die Frage stellen, warum das ORSN auf Grund der Überwachungsmaßnahmen wiederbelebt wurde. Was hat beides miteinander zu tun? Was kann das ORSN dagegen tun?

Auf diese Fragen kann man eine pauschale Antwort geben: Nichts.

ORSN wird keine technische Möglichkeiten besitzen, Überwachungsmaßnahmen zu deaktivieren oder sogar dagegen vorzugehen. Aber wir als Internetnutzer (kurz Community) können uns von diesen Systemen distanzieren (die, die unsere tägliche Kommunikation aufzeichnen/verarbeiten) und ein eigenes DNS-Server-Netzwerk aufbauen das von der Community kontrolliert wird. In ganz Europa und anderen Teilen dieser Erde. ORSN wird wieder über dieselben DNS-Informationen verfügen, über die es bereits in den Jahren 2002-2008 verfügte. ORSN ist ein zu den ICANN-Systemen 100%ig kompatibles Root-Server-Netzwerk. Keine TLD mehr oder weniger wird in unserer Datenbank den Einzug halten.

Ein Unterschied zu ICANN wird es aber geben. Die Kontrolle liegt bei der Community und damit bei den Menschen, die das Internet so interessant machen. Den Bürgern in den jeweiligen Ländern, die im Internet Daten gezielt bereitstellen. Daten, die die Freigabe zur Veröffentlichung haben und nicht Daten, die abgeschöpft werden. Wir hoffen, dass ORSN weiten Zuspruch erhält, um das Netz der Netze wieder etwas -vertraulicher- zu gestalten.

Diese Plattform wird die gesamte Arbeit des ORSN-Teams dokumentieren. Sie werden die Betriebszustände unserer Infrastruktur in Echtzeit einsehen können. Wir werden unsere Datenbasis veröffentlichen.

ORSN setzt auf Transparenz und auf Datensicherheit. Geeignete Schutzmechanismen werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass keine Nation auf dieser Welt einfach aus dem DNS fällt.

Hannover | 01. Juli 2013

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